Die MHG Heiztechnik GmbH hat sich als erstes deutsches Industrieunternehmen freiwillig dem „Deutschen Inlandsgebot“ unterworfen. Damit verpflichtet sich der Hamburger Premium-Heiztechnikanbieter, seine selbst entwickelten heiztechnischen Systeme und Komponenten ausschließlich in Deutschland zu fertigen. Darüber hinaus sichert die MHG bei allen mit dem „Deutschen Inlandsgebot“ gekennzeichneten Produkten zu, dass die eingesetzten Bauteile zu mindestens zwei Dritteln von deutschen Lieferanten stammen. Bei der Berechnung der Quote werden die Einstandspreise zugrunde gelegt, die an deutsche Lieferanten gezahlt werden. Langfristig soll der Anteil auf bis zu 100 Prozent ausgeweitet werden.

„Die Diskussion um die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland ist allgegenwärtig. In dieser Situation halten wir es für geboten, Verantwortung zu übernehmen und durch praktisches Handeln zu einer Lösung beizutragen. Das ‚Deutsche Inlandsgebot’ steht dabei nicht etwa für eine neue Form des Nationalismus. Vielmehr definiert es einen Handlungsrahmen, der die Arbeitsplätze am Standort Deutschland sichern hilft und zur Wertschöpfung im eigenen Land beiträgt. Damit wollen wir ein Signal setzen und ausdrücklich Unternehmen aus der eigenen Branche ebenso wie Firmen aus anderen Wirtschaftszweigen motivieren, unserem Beispiel zu folgen. Zu diesem Zweck haben wir den ‚Verein zur Förderung des Deutschen Inlandsgebotes’ ins Leben gerufen, der die Kriterien zur Nutzung des Labels verbindlich definiert“, fasst Markus Niedermayer, geschäftsführender Gesellschafter der MHG Heiztechnik GmbH, die Initiative seines Unternehmens zusammen.

Wer als Unternehmer nur an den viel zitierten Shareholder-Value denke, ziele auf lange Frist zu kurz, betont Niedermayer. Vielmehr gehe es auch darum, der drohenden De-Industrialisierung des Wirtschaftsstandortes Deutschland nachhaltig entgegenzuwirken und die Kaufkraft im eigenen Lande zu erhalten. „Mit der Kennzeichnung unserer Produkte durch das Label „Hergestellt nach den Vorgaben des Vereins zur Förderung des Deutschen Inlandsgebotes“ geben wir unseren Kunden eine klare Orientierung. Und durch unsere Herkunfts-Zertifikate sorgen wir für Transparenz, indem wir den Ursprung der verbauten Komponenten jeweils offen ausweisen.“

Überdies biete der Standort Deutschland unverändert außergewöhnlich gute Voraussetzungen für die Herstellung von Produkten, insbesondere auf dem Premiumsektor, so Niedermayer. Dazu trage nicht nur das zur Entwicklung von Spitzenprodukten benötigte hervorragende deutsche Ingenieurs-Know-how maßgeblich bei, sondern auch die hohe Qualifikation der zur Herstellung erforderlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Als Exportweltmeister müssen deutsche Unternehmen auch im Binnenmarkt dafür sorgen, dass die Verbraucher wieder verstärkt auf Qualitätsprodukte aus inländischer Fertigung zurückgreifen. Vor diesem Hintergrund verstehen wir eine freiwillige Selbstverpflichtung im Sinne unserer Initiative auch als Impuls zur Stärkung der Inlandsnachfrage“, so das Resümee von MHG Geschäftsführer Markus Niedermayer.